Das städtische „Museum im Spital“ in Grünberg hat den Museumspreis 2010 der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen erhalten. Es ist für sein „sehr gutes Konzept und seine moderne Darstellungsform“ ausgezeichnet worden.
Bei der Preisverleihung in der Hospitalkirche in Grünberg sagte Hessens Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, das Museum in Grünberg habe den langen Atem gehabt, den man für einen solchen Preis brauche und damit die Stadt auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt mache. Mit dem Preisgeld von 25.000 Euro will Museumsleiterin Karin Bautz das Haus "dauerhaft attraktiv" machen.
Die Jury, bestehend aus Museumsexperten aus ganz Deutschland, hatte das Grünberger Museum einstimmig gewählt. Das Museum, das sich in einem ehemaligen Augustinerinnen-Kloster befindet, konnte sich gegen 36 andere Kandidaten durchsetzen. Die Jury ließ sich durch das "sehr gutes Konzept und seine moderne Darstellungsform" überzeugen, wie die Stiftung in Frankfurt berichtete. Das Museum präsentiert nicht nur die Stadtgeschichte, sondern räumt - in Textform und Fotos, Audios und Videos - auch der Geschichte der Klöster und Spitäler in Grünberg viel Platz ein.
Ein weiterer Schwerpunkt ist dem bekanntesten Sohn der Stadt gewidmet, dem Südamerikaforscher Theo Koch Grünberg. Spannende Exponate zu seinem Leben und Wirken nehmen ein ganzes Stockwerk in Museum ein.
Der Museumspreis der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen wird alle zwei Jahre für eine besonders gelungene Umsetzung eines Museumskonzeptes vergeben. Einen undotierten Sonderpreis bekam das Mathematikum Gießen "für seine hervorragenden museumspädagogischen Arbeiten, die Vorbild für die Arbeit vieler Museen sein könnten".
Mehr zu diesem Thema lesen Sie hier auf hr-online.de.